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Die radikalen Feinde Israels

Vortrag von Matthias Künzel im Rahmen einer Vortragsreihe der "Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung" vom 2.Mai 2024.

Im folgenden Rundbrief von Matthias Künzel werden zwei sehr wertvolle Beiträge aufgeführt, die wir gern weiter empfehlen. 

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, 
die Hamas nutzt die Geiseln des 7. Oktober als Erpressungspotential, um Israels Streitkräfte zu einem Rückzug aus Gaza zu zwingen und den laufenden Krieg mit einem aus ihrer Sicht siegreichen Ergebnis zu beenden.

Israel ist zu einer mehrmonatigen Feuerpause und zum Austausch israelischer Geiseln gegen verurteilte palästinensische Terroristen offenkundig bereit, zieht aber ein Ende des Krieges derzeit nicht in Betracht: „Wir sind nicht bereit, eine Situation zu akzeptieren, in der die Hamas-Bataillone aus ihren Löchern kommen, wieder die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen, ihre militärische Infrastruktur wieder aufbauen und die Bürger Israels in den umliegenden Gemeinden, in den Städten des Südens, in allen Teilen des Landes erneut bedrohen. Denn dann wäre ein weiterer 7. Oktober nur eine Frage der Zeit“, so Benjamin Netanjahu am 5. Mai.
Alle Welt versucht, Israel von einer Militäroperation in Rafah abzubringen. Aber niemand – auch nicht in Washington, London, Paris oder Berlin – vermag zu sagen, wie das von Netanjahu dargelegte Szenario ohne diese Militäroperation verhindert werden kann. Ein Sieg der Hamas in diesem Krieg, und sei er auch nur symbolisch, wäre ein Triumph für den Iran und dessen Verbündete und ein weiterer Schritt hin zur Auslöschung Israels.
Letzten Donnerstag sprach ich unter dem Titel: "Die radikalen Feinde Israels" über diese Zusammenhänge. Es handelte sich um einen Zoom-Vortrag im Rahmen einer Vortragsreihe der "Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung", die sich mit den Reaktionen auf den 7. Oktober befasst. Sie finden meinen Text, der sich auch mit den "Pro-Palästina"-Kundgebungen an US-amerikanischen Universitäten befasst, hier:
"Die radikalen Feinde Israels und ihre akademischen Verbündeten"

Als Leser/innen meines Rundbriefs kennen Sie die Bedeutung der arabischsprachigen Nazi-Rundfunksendungen von Radio Zeesen für die Verbreitung des Antisemitismus in der arabischen Welt. Diese Propaganda startete im April 1939, also vor genau 85 Jahren. Der WDR sendete aus diesem Anlass und unter dem Titel "18.04.1939 Sendestart der ,Orientredaktion' des Deutschen Kurzwellensender" in seiner Reihe "Zeitzeichen" eine ausgezeichnet recherchierte 15-minütige Sendung, die nachzuhören sich lohnt. Sie finden sie hier: 
18.04.1939: Sendestart der "Orient-Redaktion" des Deutschen Kurzwellensenders - Zeitzeichen. WDR 5 - Radio

Freundlich grüßt Ihr/euer
Matthias Küntzel

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